Ja, es gibt Haie in Zypern, aber vom Strand aus wird man kaum einen zu Gesicht bekommen. Vierundzwanzig Arten sind mit soliden Nachweisen für zyprische Gewässer belegt. Am häufigsten sind der Blauhai, der Kurzflossen-Mako und der Fuchshai vor der Küste sowie der Kleingefleckte Katzenhai, der Glatthai und der Schwarzmaulhai am Boden, wo Trawler und Langleinenfischer sie als Beifang an Land bringen.
Das Sicherheitsbild könnte im Mittelmeer kaum beruhigender sein. Die SharkSider-Datenbank führt genau einen Eintrag für Zypern: einen tödlichen Biss bei einem Schwimmer vor Larnaka am 23. September 1901. In den mehr als 120 Jahren seitdem ist nichts bestätigt worden, obwohl Millionen von Besuchern jeden Sommer in Ayia Napa, Protaras, Limassol und Paphos gebadet haben.
- Nachgewiesene Haiarten24 mit soliden Nachweisen
- SchutzstatusEU-Finning-Verbot seit 2013; Engelhai, Weißer Hai und Riesenhai vollständig geschützt
- Am häufigsten vom Strand ausKeine Art regelmäßig; Kleingefleckter Katzenhai in flachen Buchten
- Charakteristische BegegnungBlauhaie und Makos vor der Küste; Grauhaie an den tiefen Abbrüchen
- Vorfälle in der Datenbank1 (1901, tödlich); seither keiner mehr
- Wassertemperatur16–17 °C im Februar, 27–29 °C im August

Auf dieser Seite
- Wo Haie rund um Zypern leben
- Liste der verschiedenen Haiarten in Zypern
- Wo man in Zypern Haie sehen kann
- Beste Reisezeit, um Haie in Zypern zu sehen
- Haiangriffe in Zypern: Was das Register wirklich zeigt
- Ist Schwimmen und Schnorcheln in Zypern sicher?
- Haischutz in Zypern
- Haie in benachbarten Gewässern
- Häufige Fragen
- Quellen
Wo Haie rund um Zypern leben
Zypern ist die östlichste große Insel im Mittelmeer, und das Wasser um sie herum unterscheidet sich von dem Meer, das die meisten Menschen vor Augen haben, wenn sie an griechische oder italienische Strände denken. Das Levantinische Becken ist die Endstation für Atlantikwasser, das Wochen zuvor bei Gibraltar eingeströmt ist: Wenn es Zypern erreicht, ist es zum salzigsten und wärmsten Wasser im gesamten Becken verdunstet und hat auf dem Weg die meisten seiner Nährstoffe verloren. Weniger Nährstoffe bedeuten weniger Plankton, weniger kleine Fische und, an der Spitze der Nahrungskette, weniger Haie. Das ist der wichtigste Grund, warum ein zyprischer Fischer nur einen Bruchteil der Haie sieht, die ein tunesischer oder sizilianischer Fischer zu Gesicht bekommt.
Was Zypern hat, ist Tiefe. Die Insel ist die Spitze eines tektonischen Rückens, und der Meeresboden fällt schnell ab, besonders entlang der Südküste zwischen Limassol und Larnaka und vor der Akamas-Halbinsel im Westen, wo die Herodot- und die Zypern-Tiefseebecken innerhalb weniger Kilometer vor der Küste auf über 2.000 m abfallen. Tiefes Wasser nahe der Küste ist der Grund, warum die zyprische Hailiste von Arten dominiert wird, von denen die meisten Strandbesucher noch nie gehört haben: der Stumpfnasen-Sechskiemerhai, der Schokoladenhai, der Samtiger Laternenhai und der Kragenhai leben alle an diesen Hängen und erreichen die Oberfläche nur im Fang eines Langleinenfischers oder, sehr selten, an einem Strand nach einem Sturm.
Der dritte Einfluss ist der Suezkanal. Zypern liegt 400 km von Port Said entfernt, und die Welle von Rotmeer-Arten, die die Levante besiedeln (die lessepsischen Wanderer), hat zyprische Gewässer erreicht. Unter den Haien ist der Milchhai das klarste Beispiel, ein kleiner indopazifischer Requiemhai, der heute regelmäßig vor der türkischen, israelischen und zyprischen Küste gefangen wird. Wärmere Sommer treiben denselben Trend jedes Jahrzehnt weiter nach Westen.
Liste der verschiedenen Haiarten in Zypern
Die Tabelle listet jeden Hai mit soliden Nachweisen in zyprischen Gewässern auf, basierend auf Fischereianlandungen, Forschungsschleppnetzen und bestätigten Sichtungen. Die Größenangaben sind realistische Längen ausgewachsener Tiere und nicht die von Rekordexemplaren. Die Spalte Risiko bezieht sich auf einen Schwimmer oder Schnorchler an einem zyprischen Strand, was für die meisten dieser Arten eine rein theoretische Frage ist: Die Hälfte von ihnen lebt unterhalb von 200 m, und der Rest hält sich weit vor der Küste auf. Lokale Fischer fassen Katzenhaie und Glatthaie unter dem Begriff skylopsaro (“Hundefisch”) zusammen, und beide tauchen auf Tavernenmenüs als galeos auf.
| Art | Größe ausgewachsen | Risiko für Badende | Wo in Zypern & Hinweise |
|---|---|---|---|
BlauhaiPrionace glauca![]() | 2–3 m (7–10 ft) | Gering | Offenes Wasser jenseits des Schelfs; der Hauptbeifang der Schwertfisch-LangleinenDer häufigste große Hai vor Zypern. Schlank, tiefblau, selten in Sichtweite des Landes. |
Kurzflossen-MakoIsurus oxyrinchus![]() | 2–3 m (7–10 ft) | Mittel | Vor der Küste bei Thunfisch und Schwertfisch, Juni bis OktoberDer schnellste Hai im Meer und der am ehesten auf einen gehakten oder gespeerten Fang reagierende. Im Mittelmeer gefährdet. |
Gemeiner FuchshaiAlopias vulpinus![]() | 3–5 m (10–16 ft), Schwanz eingerechnet | Gering | Vor der Küste; gelegentlich in Limassol und Larnaka angelandetDie Hälfte seiner Länge ist Schwanz, mit dem er Sardinen und Makrelen betäubt. Scheu gegenüber Menschen. |
SandbankhaiCarcharhinus plumbeus![]() | 1.8–2.4 m (6–8 ft) | Gering | Sandige Küstenschelfe und Hafeneinfahrten, vor allem im WinterHohe erste Rückenflosse, kräftiger Körper, kleines Maul. Der Hai hinter den meisten “Sichtungs”-Schlagzeilen auf der Insel; kein Nachweis unprovozierter Bisse im Mittelmeer. |
BindenhaiCarcharhinus brevipinna![]() | 2–2.5 m (7–8 ft) | Mittel | Warmes Küstenwasser der Levante im SommerSpringt beim Jagen von Schwarmfischen aus dem Wasser. Gelegentlich in Stellnetzen vor der Südküste gefangen. |
Glatter HammerhaiSphyrna zygaena![]() | 2.5–3.5 m (8–12 ft) | Gering | Seltener Besucher vor der Küste; der einzige Hammerhai mit Nachweisen im östlichen MittelmeerWird ein paar Mal pro Jahrzehnt gesichtet. Durch das Übereinkommen von Barcelona geschützt. |
MilchhaiRhizoprionodon acutus![]() | 0.8–1 m (2.5–3.5 ft) | Gering | Flache Sandküsten; ein Neuankömmling aus dem Roten Meer über den SuezkanalKlein, schnell und harmlos. Eines der deutlichsten Zeichen der Tropisierung der Levante. |
Kleingefleckter KatzenhaiScyliorhinus canicula![]() | 0.6–0.8 m (2–2.5 ft) | Gering | Felsige und sandige Böden ab 10 m Tiefe; Felsvorsprünge bei Kap GrecoDer Hai, dem ein zyprischer Schnorchler am ehesten begegnet. Legt die Eikapseln ab, die an den Stränden von Protaras anspülen. |
| Großgefleckter KatzenhaiScyliorhinus stellaris | 1–1.5 m (3–5 ft) | Gering | Felsriffe und Höhlen, tiefer als sein kleingefleckter VerwandterGrößer, mit großen dunklen Flecken. Ruht tagsüber in denselben Höhlen, die Taucher bei Kap Greco erkunden. |
Schwarzmaul-KatzenhaiGaleus melastomus![]() | 0.5–0.7 m (1.5–2.5 ft) | Gering | Schlammige Hänge in 200–800 m Tiefe; regelmäßiger Beifang von Schleppnetz und LangleineSattelgemusterter Tiefsee-Katzenhai mit schwarzer Mundinnenseite. |
Gemeiner GlatthaiMustelus mustelus![]() | 1–1.5 m (3–5 ft) | Gering | Sandige Schelfe rund um die ganze Insel; verkauft als <em>galeos</em>Flache, mahlende Zähne für Krabben und Weichtiere. Scheu; schwimmt beim ersten Anblick eines Tauchers davon. |
| Schwarzpunkt-GlatthaiMustelus punctulatus | 0.8–1.2 m (2.5–4 ft) | Gering | Dieselben Schelfe wie der Glatthai; unterscheidbar an schwarz gespitzten SchuppenEine mediterrane Spezialität, in Anlandungen oft mit dem Sternglatthai verwechselt. |
HundshaiGaleorhinus galeus![]() | 1.2–1.8 m (4–6 ft) | Gering | Mittleres Wasser über der Schelfkante; saisonalDer “Schulhai” alter Tabellen. Weltweit vom Aussterben bedroht; Rückbehaltung im Mittelmeer verboten. |
Stumpfnasen-SechskiemerhaiHexanchus griseus![]() | 3–4.5 m (10–15 ft) | Gering | Tiefe Hänge vor Larnaka, Limassol und Akamas, meist unterhalb von 300 mDer größte regelmäßig in Zypern gefangene Hai. Träge, sechs Kiemenspalten, steigt nachts auf; keine Bedrohung für Schwimmer. |
Spitzkopf-SiebenkiemerhaiHeptranchias perlo![]() | 0.8–1.2 m (2.5–4 ft) | Gering | Tiefes Wasser, 300–700 m; GrundlangleinenKlein, großäugig, sieben Kiemenspalten. Schnappt an Deck um sich, was der einzige Grund ist, warum er je als aggressiv galt. |
Großaugen-SechskiemerhaiHexanchus nakamurai![]() | 1.2–1.6 m (4–5 ft) | Gering | Selten; tiefe Hänge des östlichen BeckensEine Handvoll Nachweise im östlichen Mittelmeer, leicht mit einem jungen Stumpfnasen-Sechskiemerhai zu verwechseln. |
SchlingerhaiCentrophorus granulosus![]() | 0.8–1.2 m (2.5–4 ft) | Gering | Hänge unterhalb von 300 m; angelandet in Zygi und LarnakaRiesige grüne Augen und eine an Squalen reiche Leber. Einer der am langsamsten reproduzierenden Haie überhaupt. |
SchokoladenhaiDalatias licha![]() | 1–1.5 m (3–5 ft) | Gering | Tiefes Wasser, 200–1.000 mSchokoladenbrauner Dornhai mit dicken Lippen und Cookie-Cutter-Biss; das größte bekannte biolumineszente Wirbeltier. |
Samt-LaternenhaiEtmopterus spinax![]() | 0.3–0.45 m (1–1.5 ft) | Gering | Hänge unterhalb von 200 m; der häufigste Tiefseehai in Schleppnetz-UntersuchungenLeuchtet blaugrün entlang des Bauches. Wird zu Tausenden zurückgeworfen. |
SchweinshaiOxynotus centrina![]() | 0.6–1 m (2–3 ft) | Gering | Schlammige Böden, 60–600 mIm Querschnitt dreieckig, mit segelartigen Rückenflossen. Im Mittelmeer vom Aussterben bedroht und geschützt. |
| Langnasen-DornhaiSqualus blainville | 0.7–0.9 m (2.5–3 ft) | Gering | Schelf und oberer Hang, 100–400 mDer häufige Dornhai des Mittelmeers; ein Stachel vor jeder Rückenflosse. Wird lokal zusammen mit den Glatthaien verkauft. |
Kleinzahn-SandtigerhaiOdontaspis ferox![]() | 2.5–3.5 m (8–12 ft) | Gering | Tiefe Felshänge; einige Nachweise aus der LevanteKräftig, mit zerklüfteten Zähnen und friedlich. Nicht der Sandtigerhai der Aquarien, der einer anderen Gattung angehört. |
Sägerücken-EngelhaiSquatina aculeata![]() | 1.2–1.5 m (4–5 ft) | Gering | Sandige und schlammige Böden, 30–500 m; seltenEiner von drei mediterranen Engelhaien, alle vom Aussterben bedroht und vollständig geschützt. Gräbt sich im Sand ein und beißt nur, wenn er getreten wird. |
RiesenhaiCetorhinus maximus![]() | 6–9 m (20–30 ft) | Gering | Seltener Frühjahrsbesucher an der Oberfläche vor der KüstePlanktonfresser und der zweitgrößte Fisch im Meer. Sichtungen vor Zypern liegen Jahre auseinander. |
Weißer HaiCarcharodon carcharias![]() | 4–6 m (13–20 ft) | k. A. | In zyprischen Gewässern nicht bestätigtLebt anderswo im Mittelmeer, unter anderem in der Ägäis und vor der türkischen Küste, doch es existiert kein verifizierter zyprischer Nachweis. |
Drei Arten werden weit häufiger nachgefragt, als sie es verdienen. Der Weiße Hai ist ein echter Mittelmeerbewohner mit einer kleinen Brutpopulation vor allem im sizilianischen Kanal und bestätigten Nachweisen aus der Ägäis und der türkischen Küste, doch es gibt keinen bestätigten Nachweis aus Zypern selbst, und keinem zyprischen Vorfall wurde je einer zugeschrieben. Der Bullenhai und der Tigerhai kommen im Mittelmeer überhaupt nicht vor, abgesehen von ein oder zwei zweifelhaften historischen Behauptungen; alles, was vor Zypern als “Tigerhai” beschrieben wird, ist ein Sandbankhai oder ein Dunkelhai. Und die Hammerhai-Meldungen, die jeden August die Runde machen, entpuppen sich fast immer als Glatter Hammerhai, der tatsächlich die Levante besucht, oder als von oben gesehener Adlerrochen.
Wo man in Zypern Haie sehen kann
Ehrlich gesagt: Zypern ist kein Hai-Tauchziel, und kein Anbieter auf der Insel kann einen Hai versprechen. Was Zypern bietet, sind Tauchgänge in klarem Wasser und Bootsausflüge, bei denen ein Hai ein Bonus ist, sowie ein paar Orte, an denen sich die kleinen Bodenbewohner leicht finden lassen, wenn man weiß, wo man suchen muss.
- Wrack der Zenobia, LarnakaDie 172 m lange Fähre, die 1980 sank, liegt in 42 m Tiefe und gehört zu den besten Wracktauchgängen Europas. Zackenbarsche und Barrakudas sind die Hauptattraktion, doch Taucher auf den tieferen Decks berichten gelegentlich von einem vorbeiziehenden Glatthai oder, im Winter, einem Sandbankhai.
- Kap Greco, Ayia NapaMeereshöhlen, Bögen und eine Wand, die am östlichen Zipfel der Insel steil abfällt. Der zuverlässigste Ort Zyperns für Kleingefleckte Katzenhaie, die unter Felsvorsprüngen ruhen, und das Wasser ist klar genug, um sie sogar beim Schnorcheln zu entdecken.
- Akamas-Halbinsel und die Blaue LaguneDer unerschlossene westliche Zipfel der Insel, erreichbar mit dem Boot von Latchi aus. Schildkröten legen ihre Eier in der Lara-Bucht ab, und im tiefen Wasser vor der Halbinsel setzen lokale Langleinenfischer für Schwertfisch und fangen dabei Blauhaie und Makos als Beifang.
- Bänke vor LimassolCharterboote aus dem Yachthafen von Limassol befischen den Steilabfall südlich der Stadt. Blauhaie sind der übliche Fang auf den Schwertfischgründen; die meisten seriösen Skipper markieren und setzen sie inzwischen wieder aus.
- Kap Kiti und der Hang der Larnaka-BuchtTiefes Wasser nahe der Küste zwischen Larnaka und Zygi. Grundlangleinen bringen hier die Tiefseearten der Insel hervor: Stumpfnasen-Sechskiemerhaie, Schokoladenhaie, Schnauzenhaie und Schwarzmaulhaie, gelegentlich im Hafen von Zygi angelandet.
- Protaras und Green BayFlach, sandig und geschützt: die Schnorchelbuchten für Anfänger. Keine erwähnenswerten Haie, und genau deshalb kommen die Familien hierher. Eikapseln des Kleingefleckten Katzenhais (“Nixenpurses”) spülen hier nach Stürmen an.
- Ocean Aquarium, ProtarasEin kleines öffentliches Aquarium mit mehreren mediterranen und tropischen Haiarten. Der einzige Ort auf der Insel, an dem eine Haisichtung garantiert ist, und eine nützliche Einführung an einem Regentag vor einem Tauchausflug.
Wer eine realistische Chance auf einen lebenden Hai im Wasser haben möchte, sollte im Winter oder frühen Frühjahr einen Tauchgang bei Kap Greco oder der Zenobia mit einem Tauchcenter buchen, das die Plätze kennt, und gezielt nach Katzenhaien fragen. Für pelagische Haie ist eine Sportfischer-Charter von Limassol oder Latchi im Spätsommer der einzig praktikable Weg, und man sollte einen Anbieter wählen, der den Fang wieder freilässt.
Beste Reisezeit, um Haie in Zypern zu sehen
Zypern hat die längste Badesaison im Mittelmeer, und die Haiaktivität folgt eher der Temperaturkurve als irgendeiner planbaren Wanderung.
- Juni bis Oktober: Die Oberflächentemperatur steigt von 24 °C auf einen Höchstwert von 27–29 °C im August. Blauhaie, Makos und Fuchshaie halten sich auf den Schwertfisch- und Thunfischgründen jenseits des Schelfs auf, und in dieser Zeit kommt es gelegentlich zu einer Sichtung von einem Boot aus. Die Strände sind am belebtesten, und das Vorfallsregister bleibt leer.
- November bis März: Das Meer kühlt bis Februar auf 16–17 °C ab, die Sicht verbessert sich, und die flachen Bodenarten ziehen näher an die Küste. Das ist das beste Zeitfenster für Katzenhaie und Glatthaie bei einem Tauchgang am Kap Greco, und die Saison, in der Fischer vor Larnaka und Limassol am häufigsten einen Sandbankhai an Land bringen.
- April und Mai: Die Planktonblüte, so bescheiden sie in der Levante ausfällt, und die einzige Zeit, in der Riesenhaie gemeldet wurden, die an der Insel vorbeizogen. Sichtungen sind selten genug, um es in die lokalen Nachrichten zu schaffen.
Das Wasser wird nie kalt genug, um Heringshaie oder Dornhaie in größerer Zahl anzulocken, und es wird nie warm genug für die tropischen Riffhaie, die das Rote Meer einen Tag Schiffsreise südlich beherrschen. Zypern liegt zwischen den beiden Welten und bekommt vom dünneren Ende beider ab.
Haiangriffe in Zypern: Was das Register wirklich zeigt
Die SharkSider-Datenbank, die die Seite Haiangriffe in Zypern speist, enthält einen einzigen Eintrag für die Insel in mehr als einem Jahrhundert Aufzeichnung. Er ist unten aufgeführt (die Angriffsseite führt denselben Eintrag und wird wöchentlich aktualisiert, falls sich etwas ändert):
- 1901 · Larnaca, Southern CyprusSwimming — Fatal, bitten on arms, chest & legsArt: 2 m shark · tödlich
Der Fall betrifft eine Person, die am 23. September 1901 vor Larnaka schwamm und von einem auf etwa 2 m geschätzten Hai an Armen, Brust und Beinen gebissen wurde und starb. Die Art wurde nie identifiziert; bei dieser Größe und Jahreszeit sind ein Sandbankhai, ein Speerzahnhai oder ein Dunkelhai allesamt plausibel, und ein kleiner Weißer Hai lässt sich nicht ausschließen, obwohl nichts in der Schilderung darauf hindeutet. Es bleibt der einzige tödliche Haibiss in der zyprischen Geschichte und der einzige bestätigte Vorfall jeglicher Art.
Seither herrscht Stille. Es wurden keine bestätigten Haiverletzungen in Ayia Napa, Protaras, Limassol, Paphos oder anderswo auf der Insel während der Ära des Massentourismus registriert, die in den 1970er-Jahren begann und heute mehr als vier Millionen Besucher pro Jahr bringt, von denen die meisten schwimmen. Vereinzelte Zeitungsberichte über “Haisichtungen” in Strandnähe tauchen alle paar Sommer auf und sind fast immer ein Sandbankhai, der eine Hafeneinfahrt durchstreift, ein toter Blauhai, der angespült wurde, oder ein Mondfisch oder Delfin, der aus der Entfernung falsch gedeutet wurde. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten weiterhin, doch in Zypern sind sie etwa so notwendig wie Blitzschlag-Übungen: bei Tageslicht schwimmen, Häfen meiden, in denen Fischabfälle entsorgt werden, und das Wasser verlassen, wenn Fischerboote in der Nähe arbeiten.
Ist Schwimmen und Schnorcheln in Zypern sicher?
Ja, und Haie stehen nicht auf der Liste der Dinge, um die man sich sorgen muss. Die tatsächlichen Risiken an zyprischen Stränden sind Strömungen an der exponierten West- und Nordküste, Quallenschwärme im Spätsommer, Seeigel bei felsigen Einstiegen und, zunehmend, der giftige lessepsische Rotfeuerfisch und der Silberstreifen-Kugelfisch, der giftig ist, wenn man ihn isst, und dessen Biss eine Fingerspitze abtrennen kann. An Stränden mit Rettungsschwimmern werden Flaggen für Strömungen und Quallen gehisst; keiner hat je eine Haiflagge gebraucht.
Die Haie, denen ein Schnorchler realistisch begegnen könnte, sind der Kleingefleckte Katzenhai und der Großgefleckte Katzenhai, die beide tagsüber am Boden liegen und wegschwimmen, wenn man sich nähert. Glatthaie sind scheu und schnell. Ein Sandbankhai in einem Hafen oder über Sand ist eher ein seltenes Vergnügen als eine Bedrohung: Die Art hat eine lange Flosse und einen kräftigen Körper, aber ein kleines Maul und keinen Nachweis unprovozierter Bisse im Mittelmeer. Taucher auf den tiefen Decks der Zenobia, die einem vorbeiziehenden Hai begegnen, sollten das tun, was überall gilt: still bleiben, ihn im Blick behalten und ihn ziehen lassen.
Zwei Verhaltensweisen sollte man vermeiden. Speerfischen mit einer blutenden Fischschnur am Gürtel ist die eine Aktivität, die andernorts im Mittelmeer zu Haiverletzungen geführt hat, und nächtliches Schwimmen in der Nähe von Fischerbooten oder Fischputzstationen ist die andere. Keines von beidem spielt bei einem normalen Strandurlaub eine Rolle.
Haischutz in Zypern
Als EU-Mitglied ist Zypern an die Fischereivorschriften der Union gebunden, die auf dem Papier zu den strengsten im Mittelmeer gehören. Hai-Finning ist auf EU-Schiffen seit 2003 illegal, und seit 2013 muss jeder Hai mit natürlich befestigten Flossen angelandet werden. Engelhaie, der Weiße Hai, der Riesenhai und der Heringshai sind verbotene Arten, die im Fall eines Fangs freigelassen werden müssen, und der Kurzflossen-Mako, seit 2019 im CITES-Anhang II gelistet, unterliegt nun strengen Handelsbeschränkungen. Die regionale Fischereiorganisation GFCM ergänzt dies um ein mittelmeerweites Verbot, die rund zwei Dutzend im Übereinkommen von Barcelona gelisteten Hai- und Rochenarten zu behalten.
Das praktische Problem ist, dass nichts davon auf die Haie zielt, die Zypern tatsächlich fängt. Es gibt keine gezielte Haifischerei auf der Insel, aber die Kleinfischereiflotte setzt Grundlangleinen und Stellnetze über denselben Hängen, an denen Sechskiemerhaie, Schnauzenhaie und Glatthaie leben, und die Hochsee-Langleinenfischer für Schwertfisch fangen Blauhaie in einer Zahl, die nie ordentlich erfasst wurde. Tiefwasserhaie sind die am langsamsten reproduzierenden Wirbeltiere im Meer; ein Schnauzenhai trägt vielleicht ein oder zwei Junge zwei Jahre lang aus und braucht Jahrzehnte, um geschlechtsreif zu werden, sodass selbst leichter Beifang eine lokale Population aushöhlen kann. Das Mittelmeer als Ganzes hat im vergangenen Jahrhundert die meisten seiner großen Haie verloren, und die regionale IUCN-Bewertung stuft mehr als die Hälfte der Hai- und Rochenarten des Beckens als gefährdet ein.
Positiv ist, dass Zypern sein marines Natura-2000-Netz erweitert hat, um Kap Greco, die Akamas-Küste und das Schildkrötenschutzgebiet Lara-Toxeftra abzudecken, und Fangen-und-Freilassen ist inzwischen bei Sportfischer-Charterbooten die Norm. Freizeittaucher können helfen, indem sie Sichtungen von Katzenhaien und Glatthaien melden und Eikapseln an Stränden fotografieren, wodurch die Kinderstuben der Insel kartiert werden. Unser Erklärstück darüber, warum Haie bedroht sind, behandelt das größere Bild im Mittelmeer.
Haie in benachbarten Gewässern
Zypern teilt seine Haifauna mit dem übrigen östlichen Mittelmeer, und die Unterschiede zwischen den Ländern laufen auf Produktivität und Geografie hinaus. Die Türkei, 70 km im Norden, beherbergt die berühmteste Sandbankhai-Kinderstube der Region bei der Boncuk-Bucht nahe Marmaris und eine echte Geschichte von Weißer-Hai-Nachweisen. Griechenland, jenseits der Ägäis, hat die längste Vorfallsliste im östlichen Becken, fast alle aus den 1940er- bis 1960er-Jahren. Israel zieht im Winter Ansammlungen von Dunkelhaien und Sandbankhaien zum warmen Kraftwerksauslass bei Hadera an, und Ägypten ist eine völlig andere Welt, sobald man ins Rote Meer übertritt. Weiter westlich liegen Malta und Italien am sizilianischen Kanal, dem Herzstück des Verbreitungsgebiets des Mittelmeer-Weißhais. Jede andere Küste, die wir behandelt haben, ist unter Haie weltweit aufgeführt.
Häufige Fragen
Gibt es Haie in Zypern?
Ja. Vierundzwanzig Arten sind mit soliden Nachweisen in zyprischen Gewässern belegt, doch die meisten sind kleine Bodenhaie wie Katzenhaie und Glatthaie oder Tiefseearten wie der Stumpfnasen-Sechskiemerhai. Blauhaie, Kurzflossen-Makos und Fuchshaie leben vor der Küste jenseits des Schelfs. Vom Strand aus wird ein Hai fast nie gesehen.
Gab es Haiangriffe in Zypern?
Einen. Am 23. September 1901 wurde ein Schwimmer vor Larnaka an Armen, Brust und Beinen von einem etwa 2 m großen Hai gebissen und starb. Es ist der einzige Vorfall jeglicher Art in der SharkSider-Datenbank für Zypern, und in den mehr als 120 Jahren seitdem wurde nichts bestätigt.
Gibt es Weiße Haie in Zypern?
Es gibt keinen bestätigten Nachweis eines Weißen Hais in zyprischen Gewässern. Die Art lebt im Mittelmeer, vor allem rund um den sizilianischen Kanal, mit verifizierten Nachweisen aus der Ägäis und der türkischen Küste, doch keiner wurde vor Zypern dokumentiert, und kein zyprischer Vorfall wurde je einem zugeschrieben.
Ist Schwimmen in Zypern sicher?
Ja. Haie sind an zyprischen Stränden kein realistisches Risiko; die eigentlichen Gefahren sind Strömungen an exponierten Küsten, Quallen im Spätsommer, Seeigel und der giftige Rotfeuerfisch sowie der Kugelfisch, die über den Suezkanal eingewandert sind. An Stränden mit Rettungsschwimmern werden Strömungen und Quallen signalisiert, doch keiner hat je eine Haiwarnung gebraucht.
Gibt es Haie in Ayia Napa und Protaras?
Nur kleine, harmlose. Kleingefleckte Katzenhaie und Großgefleckte Katzenhaie ruhen unter Felsvorsprüngen rund um Kap Greco, und ihre Eikapseln spülen nach Stürmen an den Stränden von Protaras an. Ein größerer Hai wurde nie in Strandnähe der Ferienorte bestätigt, und aus keiner der beiden Gegenden liegt ein Vorfall vor.
Gibt es Haie in der Blauen Lagune bei Akamas?
Die Blaue Lagune selbst ist eine flache, geschützte Bucht ohne nennenswerte Haisichtungen. Das tiefe Wasser vor der Akamas-Halbinsel dahinter ist dort, wo Langleinenfischer Blauhaie und Makos fangen, mehrere Kilometer von den Badestellen entfernt und weit außer Sichtweite von Bootsausflügen.
Gibt es Haie bei Paphos und Limassol?
Vor der Küste, ja. Der Schelf fällt südlich von Limassol und westlich von Paphos schnell ab, und die Schwertfischgründe dahinter beherbergen im Sommer Blauhaie, Makos und Fuchshaie. Küstennah gibt es nur Katzenhaie und Glatthaie am Boden sowie gelegentlich im Winter einen Sandbankhai.
Kann man in Zypern mit Haien tauchen?
Nicht als eigene Aktivität; kein zyprischer Anbieter führt Haitauchgänge durch. Das Wrack der Zenobia vor Larnaka und die Höhlen von Kap Greco sind die Orte, an denen Taucher am häufigsten Katzenhaien, Großgefleckten Katzenhaien oder einem vorbeiziehenden Glatthai begegnen, und Sportfischer-Charterboote aus Limassol treffen vor der Küste auf Blauhaie.
Was ist der häufigste Hai in Zypern?
Vor der Küste der Blauhai, der Hauptbeifang der Schwertfisch-Langleinenflotte. Am Boden der Kleingefleckte Katzenhai und der Glatthai, beide auf Fischmärkten als Galeos verkauft. In der Tiefsee übertrifft der Samtige Laternenhai in Forschungsschleppnetzen alle anderen Arten zahlenmäßig.
Ist Haifischfang in Zypern legal?
Es gibt keine gezielte Haifischerei, und es gelten EU-Regeln: Finning ist verboten, Flossen müssen befestigt bleiben, und Engelhaie, Weiße Haie, Riesenhaie und Heringshaie müssen freigelassen werden. Glatthaie, Katzenhaie und Blauhaie werden weiterhin als Beifang angelandet und legal verkauft.
Quellen

Ein kleines Team, das sich auf die Erforschung von Haien konzentriert und die Meeresbiologie leicht verständlich macht. Jede Seite wird anhand aktueller Artennachweise und der SharkSider-Angriffsdatenbank überprüft und aktualisiert, sobald neue Vorfälle oder Forschungsergebnisse auftauchen.
Veröffentlicht am 11. Januar 2023 · Zuletzt aktualisiert am 21. September 2026 · Vorfalldaten aus der SharkSider-Angriffsdatenbank (1 Einträge für Zypern, davon 1 tödlich).




























