Der Großzahn-Zigarrenhai (Isistius plutodus) ist ein kleiner Tiefseehai aus der Familie der Schokoladenhaie, der etwa 42 cm (17 in) erreicht und sich ernährt, indem er runde Fleischpfropfen aus weit größeren Tieren heraussticht. Er hat einen zigarrenförmigen braunen Körper, einen stumpfen Kopf mit großen, nach vorn gerichteten Augen, keine Afterflosse und enorme dreieckige Unterkieferzähne, im Verhältnis zur Körpergröße die größten aller lebenden Haie.
Er beißt Thunfische, Schwertfische, andere Haie, Tintenfische, Delfine und Wale und hinterlässt einen sauberen Krater mit parallelen Rillen. Man geht von einer dottersackviviparen Fortpflanzung aus, doch wurde noch nie ein trächtiges Weibchen beschrieben, und Wurfgröße, Wachstum und Lebensdauer sind unbekannt. Die IUCN stufte ihn 2024 als nicht gefährdet ein, und es ist noch nie ein Biss an einem Menschen registriert worden.
- Maximale Länge42 cm (17 in), das größte ausgewachsene Weibchen
- GewichtKeine verlässliche Messung; einige Hundert Gramm
- LebensdauerUnbekannt; es gibt keine Altersstudie
- TiefenbereichMeist 60–200 m (200–660 ft); ein Nachweis nahe 6.440 m
- NahrungFleisch, das größeren Fischen, Tintenfischen und Meeressäugern herausgebissen wird
- IUCN-StatusNicht gefährdet (bewertet 2024)
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Chondrichthyes
- Ordnung
- Squaliformes
- Familie
- Dalatiidae
- Gattung
- Isistius
- Art
- Isistius plutodus
- Familie (deutsch)
- Schokoladenhaie
- Auch bekannt als
- Dickzahn-Zigarrenhai, Langzahn-Zigarrenhai, Golf-Dornhai
Auf dieser Seite
- Wie man einen Großzahn-Zigarrenhai erkennt
- Wie groß wird der Großzahn-Zigarrenhai?
- Wo Großzahn-Zigarrenhaie leben
- Was Großzahn-Zigarrenhaie fressen und wie sie zubeißen
- Verhalten, Licht und Anpassungen
- Fortpflanzung und Lebensdauer
- Ist der Großzahn-Zigarrenhai gefährlich?
- Schutzstatus
- Ähnliche Arten und nahe Verwandte
- Häufige Fragen
- Quellen
Wie man einen Großzahn-Zigarrenhai erkennt
Der Körper ist ein glatter, brauner Zylinder, der sich an beiden Enden nur leicht verjüngt, ohne Kiele, ohne Rippen und ohne Flossenstacheln. Es gibt keine Afterflosse, und die beiden Rückenflossen sind winzig, stachellos und so weit hinten angesetzt, dass sie direkt über und knapp hinter den ebenso kleinen Bauchflossen sitzen. Die Schwanzflosse ist kurz und breit, ihr oberer Lappen etwa doppelt so lang wie der untere, mit einer deutlichen Kerbe nahe der Spitze. Die Brustflossen sind klein und abgerundet und sitzen hoch am Körper, direkt hinter dem letzten der fünf kleinen Kiemenspalten.
Der Kopf verrät die Art. Er ist kurz und abrupt stumpf, die Augen sind groß, oval und nach vorn geneigt, was einen echten binokularen Überlappungsbereich ergibt, und das Maul ist ein schmaler querer Schlitz, umgeben von dicken, fleischigen Lippen, die eine Abdichtung gegen die Haut eines anderen Tieres bilden sollen.
In diesem Maul liegt das namensgebende Merkmal der Art. Im Oberkiefer gibt es etwa 29 Reihen kleiner, glatter, nach innen geneigter Zähne, im Unterkiefer nur 19 Reihen, und die unteren Zähne sind riesig: breit, dreieckig, scharfrandig und, gemessen an der Körpergröße, die größten Zähne, die irgendein lebender Hai trägt. Am Bauch trägt er lichterzeugende Photophoren, doch vielen Exemplaren fehlt der scharf abgesetzte dunkle Kehlkragen, den der gewöhnliche Zigarrenhai trägt. Zwischen den beiden Arten sind Zahnzahl und Kieferkraft die verlässlichen Unterscheidungsmerkmale, nicht die Farbe.
Wie groß wird der Großzahn-Zigarrenhai?
Sehr klein. Das größte je vermessene Exemplar ist ein ausgewachsenes Weibchen von 42,3 cm (etwa 17 in), und das ist die Zahl hinter jedem Höchstwert, der zitiert wird. Die meisten untersuchten Tiere sind kürzer. Dieser Hai würde bequem entlang eines Unterarms passen, und er wiegt höchstens einige Hundert Gramm; ein Gewicht wurde nie veröffentlicht, weil die Handvoll existierender Exemplare für Museen konserviert statt an Bord gewogen wurden.
Das Missverhältnis ist das Entscheidende. Ein 40 cm langer Hai trägt einen Unterkiefer, dessen Zähne, auf den Körper bezogen, die eines sechs Meter langen Weißen Hais übertreffen. Nichts anderes in der Welt der Haie ist so gebaut, und das ist der Grund, warum ein so kleiner Fisch einem Marlin oder einem Wal ein Stück herausbeißen kann.
Größe bei der Geburt, Größe bei Geschlechtsreife und Wachstumsrate sind alle nicht dokumentiert. Geschlechtsreife Weibchen wurden mit knapp über 40 cm identifiziert, unreife Individuen darunter, was die Reife irgendwo in den höheren Dreißiger-Zentimeterwerten einklammert, doch bei so wenigen Exemplaren ist diese Spanne groß. Es gibt keine Wachstumskurve für die Art, und keine wird möglich sein, bis deutlich mehr Tiere gesammelt werden. Die Größenleiste unten stellt das Maximum von 42 cm einem Taucher gegenüber, was der fairste Weg ist, die Größenordnung des Tieres zu erfassen, das für diese Wunden verantwortlich ist.
Wo Großzahn-Zigarrenhaie leben
Die bekannten Nachweise sind wenige und über die warmen Ozeane verstreut, was typisch für ein kleines, schnelles Tier des mittleren Wasserkörpers ist, das fast nichts fängt. Im Atlantik stammen Exemplare aus dem Golf von Mexiko vor Alabama, von vor Bahia in Brasilien, von den Azoren in portugiesischen Gewässern und von vor Westsahara. Im Pazifik wurden sie vor Okinawa in Japan und vor New South Wales in Australien gefangen. Nichts verbindet diese Punkte außer tiefem, warmem, offenem Wasser, sodass die tatsächliche Verbreitung mit ziemlicher Sicherheit zirkumglobal in tropischen und warmgemäßigten Meeren liegt, wobei die Karte lediglich widerspiegelt, wo Forschungsschiffe zufällig gefischt haben.
Der übliche Tiefenbereich liegt bei 60 bis 200 m über Kontinentalschelfen, -hängen und Gräben, was flacher ist, als man bei einem Tiefseehai erwarten würde. Es ist auch der Bereich, in dem die Beute vorkommt, denn dort halten sich Thunfische, Schwertfische, Tintenfische und Wale auf. Es gibt einen einzigen Nachweis aus deutlich größerer Tiefe, nahe 6.440 m, der die Quelle der gelegentlich wiederholten Behauptung ist, dieser Hai lebe vier Meilen tief. Ein einzelner Fang ist kein Tiefenbereich, und die ehrliche Aussage lautet, dass die Art normalerweise ein Tier des oberen Hangs und des mittleren Wasserkörpers ist, das gelegentlich deutlich tiefer absteigen kann.
Eine ausführlichere Darstellung der Tiefseefauna, aus der das Typusexemplar stammt, findest du auf unserer Seite über die Haie des Golfs von Mexiko.

Was Großzahn-Zigarrenhaie fressen und wie sie zubeißen
Dieser Hai ist ein Ektoparasit. Er tötet seine Beute nicht und frisst keine ganzen Tiere; er entfernt ein Stück und schwimmt davon. Zu den registrierten Opfern gehören, nach den Wunden zu urteilen, die sie tragen, Thunfische, Schwertfische, Goldmakrelen, andere Haie, Tintenfische, Robben, Delfine und große Wale, zusammen mit allem anderen, das groß genug ist, um einen Biss zu lohnen.
Der Mechanismus ist präzise. Der Hai nähert sich der Flanke eines viel größeren Tieres, dichtet seine fleischigen Lippen gegen die Haut ab, um einen Saugnapf zu bilden, setzt die kleinen oberen Zähne als Anker, schwingt dann die riesigen unteren Zähne durch das Fleisch und dreht dabei seinen ganzen Körper. Was sich löst, ist ein kegelförmiger Pfropfen, und was zurückbleibt, ist eine saubere, runde, kraterförmige Wunde mit parallelen Rillen, die von den einzelnen Zähnen in ihre Wände geritzt wurden. Der englische Name „Cookiecutter“ (Keksausstecher) kommt genau von dieser Form.
Die Großzahn-Art hinterlässt eine größere, tiefere und länglichere Wunde als der gewöhnliche Zigarrenhai, weil ihr Kiefer stärker und ihre Zähne weniger zahlreich, aber größer sind. Untersuchungen an gestrandeten und fotografierten Walen vor Brasilien haben den Großteil der Zigarrenhai-Wunden in dieser Region dieser Art statt ihrem häufigeren Verwandten zugeschrieben, was nahelegt, dass sie weit weniger selten ist, als die Zahl der Exemplare vermuten lässt. Die Wunden selbst sind für ein großes Tier selten tödlich, auch wenn wiederholte Bisse an demselben Fisch ernst sein können, und Behauptungen, der Hai töte seine Ziele regelmäßig, gehen weit über die Beweislage hinaus.
Verhalten, Licht und Anpassungen
Nichts am Körperbau dieses Hais deutet auf Schnelligkeit hin. Die Flossen sind klein und weit hinten angesetzt, die Muskelmasse ist bescheiden, und der Schwanz ist kurz. Er kann keinen Thunfisch jagen, und er versucht es auch nicht. Stattdessen schwebt er fast bewegungslos in der Wassersäule, gehalten von einer sehr großen Leber voller Öl geringer Dichte, die einen Großteil der Körperhöhle einnimmt und das Tier nahezu neutral auftriebsfähig macht. Jagen bedeutet, darauf zu warten, dass sich etwas Großes bis auf einen Meter nähert, und dann einmal zuzuschlagen.
Der Hinterhalt wird wahrscheinlich durch Licht unterstützt. Der Bauch trägt biolumineszente Photophoren, die beim verwandten gewöhnlichen Zigarrenhai ein sanftes grünes Leuchten erzeugen, das die Silhouette des Hais vor dem schwachen Licht von oben auslöscht. Bei jener Art bleibt ein dunkler Kehlkragen unbeleuchtet, und die führende Hypothese besagt, dass dieser dunkle Fleck einem darunter lauernden Räuber wie ein kleiner Fisch vor leuchtendem Hintergrund erscheint und ihn so in Reichweite lockt. Ob die Großzahn-Art denselben Trick nutzt, ist ungeprüft, weil mehreren Exemplaren ein deutlich ausgeprägter Kragen fehlt und keines lebend beobachtet wurde.
Die nach vorn gerichteten Augen deuten auf denselben Lebensstil hin. Binokulare Überlappung ermöglicht Tiefenwahrnehmung, was für ein Tier, das nur eine einzige Chance hat, seinen Biss auf einer sich bewegenden Flanke zu platzieren, enorm wichtig ist. Fast alles andere über sein Verhalten, ob es wie sein Verwandter nachts vertikal wandert, ob es sich zusammenschließt, wie oft es frisst, bleibt unbekannt; unsere Seite zur Haianatomie beschreibt die beteiligten Strukturen.
Fortpflanzung und Lebensdauer
Die Fortpflanzung des Großzahn-Zigarrenhais wurde noch nie beschrieben. Kein trächtiges Weibchen wurde seziert und dokumentiert, kein Embryo vermessen und kein Wurf gezählt. Das ist eine direkte Folge davon, wie wenige Exemplare existieren.
Die Fortpflanzungsweise wird aus der Familie abgeleitet. Alle Schokoladenhaie und ihre Verwandten sind ovovivipar, genauer dottersackvivipar: Die Eier bleiben in dünnen Hüllen in der Mutter, die Embryonen leben allein von ihrem Dottersack ohne plazentare Verbindung, und die Jungen werden voll ausgebildet und selbstständig geboren. Es gibt keine Eikapsel, keine Kinderstube und keine Elternfürsorge. Beim gewöhnlichen Zigarrenhai, dem einzigen Mitglied der Gattung, zu dem es überhaupt Fortpflanzungsdaten gibt, umfassen Würfe etwa sechs bis zwölf Junge. Ob die Großzahn-Art dem entspricht, ist unbekannt.
Die Geschlechtsreife lässt sich grob eingrenzen. Als geschlechtsreif identifizierte Weibchen maßen knapp über 40 cm, kleinere Exemplare waren unreif, sodass der Übergang irgendwo in den höheren Dreißiger-Zentimeterwerten liegt. Männchen sind zu schlecht vertreten, um etwas Sinnvolles zu sagen.
Die Lebensdauer ist völlig unbekannt. Für diese Art existiert keine Wirbel-Altersstudie, und es ist unwahrscheinlich, dass es bald eine geben wird. Kleine Squaliformes-Haie, deren Alter bestimmt wurde, leben ein bis drei Jahrzehnte, und ein parasitärer Nahrungssucher ohne große Energieansprüche würde in diesen Bereich passen, doch das ist eine Analogie und keine Messung; unsere Seite darüber, wie lange Haie leben, erklärt, warum Tiefseearten so schwer zu altern sind.
Ist der Großzahn-Zigarrenhai gefährlich?
Die SharkSider-Datenbank enthält keinen dieser Art zugeschriebenen Vorfall, und nirgendwo wurde je ein Biss an einem Menschen dieser Art zugeordnet. Die wenigen Einträge in der Datenbank, die einen Zigarrenhai nennen, benennen nicht, welche der beiden Arten beteiligt war, und sie werden auf der Seite zum Zigarrenhai geführt, nicht hier.
Allerdings ist die Gattung eine der ganz wenigen, die einen lebenden Menschen beißen kann, ohne dass die Begegnung ein Fehlgriff bei der Jagd ist. Zigarrenhai-Bisse bei Freiwasserschwimmern und bei Triathleten, die nachts hawaiianische Kanäle durchqueren, sind dokumentiert und erzeugen denselben sauberen Krater wie bei einem Thunfisch. Sie sind schmerzhaft und heilen langsam, aber sie sind nicht lebensbedrohlich, und jeder bekannte Fall betrifft einen Schwimmer weit draußen in tiefem Wasser bei Nacht, eine äußerst seltene Situation.
Für die Großzahn-Art speziell gibt es überhaupt keinen Nachweis, und ihre Seltenheit in Sammlungen macht eine Begegnung verschwindend unwahrscheinlich. Das praktische Risiko für einen gewöhnlichen Schwimmer, Taucher oder Surfer ist null. Der realistische Kontakt ist industrieller Natur: Diese Haie tauchen gelegentlich in Schleppnetzen im mittleren Wasserkörper und an Langleinen auf und beschädigen dabei den Fang und das Gerät, nicht die Besatzung.
In der SharkSider-Datenbank ist kein Vorfall dieser Art zugeordnet. Die Datenbank stützt sich auf das International Shark Attack File, das Global Shark Attack File und geprüfte lokale Berichte und wird wöchentlich aktualisiert.
Schutzstatus
Die IUCN stufte den Großzahn-Zigarrenhai 2024 als nicht gefährdet ein. Der Grund ist nicht, dass die Population bekanntermaßen gesund wäre, denn das ist überhaupt nicht bekannt; er liegt darin, dass der Hai weit über die warmen Ozeane verbreitet ist, keinen kommerziellen Wert hat und von keiner Fischerei gezielt befischt wird.
Der Kontakt, den es gibt, entsteht durch Beifang in pelagischen Langleinen und Schleppnetzen im mittleren Wasserkörper und ist beiläufig und gering. Nichts daran zieht Fischereiaufwand an: zu klein zum Verkaufen, zu selten, um sich anzusammeln, und in offenem Wasser verstreut statt in nutzbaren Konzentrationen.
Das eigentliche Problem ist der Informationsmangel. Seit die Art 1964 beschrieben wurde, sind weniger als ein paar Dutzend Exemplare untersucht worden, es gibt keine Bestandsschätzung, keinen Trend und keine biologische Studie zu Wachstum oder Fortpflanzung. Hinweise aus Walwunden vor Brasilien legen nahe, dass das Tier deutlich häufiger ist, als der Fund von Exemplaren vermuten lässt, was, sofern zutreffend, beruhigend ist, aber auch zeigt, wie wenig die Sammlungen tatsächlich aussagen. Eine Einstufung als „nicht gefährdet“, die auf dem Fehlen einer bekannten Bedrohung beruht, ist etwas anderes als eine, die auf Belegen für Stabilität beruht, und unser Erklärartikel zur IUCN-Roten-Liste stellt diesen Unterschied dar. Kein Zigarrenhai ist in einem CITES-Anhang gelistet.
Ähnliche Arten und nahe Verwandte
Der einzige Hai, der diesem wirklich ähnelt, ist sein eigener Gattungsgenosse, der Zigarrenhai, Isistius brasiliensis, der häufiger, etwas länger ist, einen scharf abgegrenzten dunklen Kragen trägt und mehr, kleinere Unterkieferzähne in einem schwächeren Kiefer hat. Wo beide vorkommen, ist die Wunde oft ein besserer Hinweis als der Hai selbst: Ein Großzahn-Biss ist tiefer und länglicher. Die beiden unterscheiden sich auch in der Flossenstellung, wobei die Rückenflossen bei der Großzahn-Art weiter hinten sitzen.
Die weitere Familie sind die Schokoladenhaie, kleine bis mittelgroße Squaliformes der Tiefsee. Der Schokoladenhai ist mit rund 1,6 m der Riese der Gruppe und das größte bekannte biolumineszente Wirbeltier. Am anderen Ende sitzen die Zwerge: der Zwerghai und der Dorn-Zwerghai, unter den kleinsten Haien der Welt, sowie der Kleinaugen-Zwerghai, alle leuchtend, alle im mittleren Wasserkörper lebend, aber keiner von ihnen parasitär. Der selten gesehene Rücklichthai gehört zur selben Familie und trägt eine leuchtende Drüse an der Schwanzbasis.
Keiner dieser Verwandten frisst so wie die Zigarrenhaie. Parasitäres Fleischentnehmen entwickelte sich in dieser Gruppe nur einmal, und die Großzahn-Art trieb es am weitesten.
ZigarrenhaiArtenporträt- SchokoladenhaiArtenporträt
ZwerghaiArtenporträt- Dorn-ZwerghaiArtenporträt
- Kleinaugen-ZwerghaiArtenporträt
- RücklichthaiArtenporträt
Häufige Fragen
Wie groß wird der Großzahn-Zigarrenhai?
Das größte je vermessene Exemplar ist ein ausgewachsenes Weibchen von 42,3 cm, etwa 17 Zoll, und die meisten untersuchten Tiere sind kleiner. Ein Gewicht wurde nicht veröffentlicht, doch der Hai würde höchstens einige Hundert Gramm wiegen. Größe bei der Geburt und Wachstumsrate sind unbekannt, und die Geschlechtsreife scheint irgendwo in den höheren Dreißiger-Zentimeterwerten zu liegen.
Warum heißt er Großzahn-Zigarrenhai?
Wegen seiner Unterkieferzähne, die im Verhältnis zur Körpergröße die größten aller lebenden Haie sind. Unten hat er nur etwa 19 Zahnreihen, oben 29, und jeder untere Zahn ist breit, dreieckig und scharfrandig. Der englische Name „Cookiecutter“ (Keksausstecher) bezieht sich auf den ordentlichen runden Krater, den sein Biss im Fleisch größerer Tiere hinterlässt.
Was frisst der Großzahn-Zigarrenhai?
Er frisst Stücke anderer Tiere. Er presst seine Lippen gegen die Flanke eines Thunfischs, Schwertfischs, Tintenfischs, Hais, einer Robbe, eines Delfins oder Wals, verankert sich mit den kleinen oberen Zähnen, schwingt die großen unteren Zähne durch das Fleisch und dreht sich, wobei er einen kegelförmigen Pfropfen entfernt. Das Opfer überlebt; der Hai nimmt nur, was in sein Maul passt.
Wo lebt der Großzahn-Zigarrenhai?
Nachweise sind über die warmen Ozeane verstreut: der Golf von Mexiko vor Alabama, vor Bahia in Brasilien, die Azoren, Westsahara, Okinawa in Japan und New South Wales in Australien. Er besetzt normalerweise die Zone zwischen 60 und 200 m über Schelfen und Hängen, und die Verbreitung ist wahrscheinlich zirkumglobal in tropischen und warmgemäßigten Meeren.
Wie tief taucht der Großzahn-Zigarrenhai?
Meist zwischen 60 und 200 m, flacher als bei den meisten Tiefseehaien, weil dort seine Beute schwimmt. Ein einzelner Fang nahe 6.440 m ist die Quelle der oft wiederholten Behauptung, er lebe vier Meilen tief. Ein einzelner Nachweis ist kein Tiefenbereich, und die Art sollte als Tier des mittleren Wasserkörpers und des oberen Hangs betrachtet werden.
Ist der Großzahn-Zigarrenhai für Menschen gefährlich?
Es gibt nirgendwo einen dokumentierten Biss dieser Art an einem Menschen, auch nicht in der SharkSider-Datenbank. Sein häufigerer Verwandter hat Langstreckenschwimmer gebissen, die nachts tiefes Wasser durchqueren, und dabei eine schmerzhafte, aber überlebbare kraterförmige Wunde verursacht. Beim gewöhnlichen Schwimmen, Tauchen oder Surfen ist das Risiko durch beide Zigarrenhaiarten praktisch gleich null.
Wie pflanzt sich der Großzahn-Zigarrenhai fort?
Niemand weiß es. Nie wurde ein trächtiges Weibchen beschrieben, nie ein Embryo vermessen, nie ein Wurf gezählt. Jedes Mitglied der Familie ist dottersackvivipar, das heißt, die Jungen entwickeln sich allein vom Dottersack ohne Plazenta in der Mutter und werden voll ausgebildet geboren, sodass diese Art fast sicher dasselbe tut. Die Wurfgröße bleibt unbekannt.
Wie viele Großzahn-Zigarrenhaie wurden gefunden?
Nur eine kleine Zahl, in der Größenordnung weniger Dutzend, seit die Art 1964 anhand eines Exemplars aus dem Golf von Mexiko beschrieben wurde. Diese Seltenheit könnte eher ein Artefakt der Beprobung sein als ein Merkmal des Tieres. Studien zu Bisswunden an Walen vor Brasilien schreiben die meisten dieser Art zu, was nahelegt, dass sie deutlich häufiger ist, als es die Sammlungen vermuten lassen.
Ist der Großzahn-Zigarrenhai bedroht?
Die IUCN stufte ihn 2024 als nicht gefährdet ein. Er ist weit verbreitet, hat keinen kommerziellen Wert und wird von keiner Fischerei gezielt befischt und tritt nur als gelegentlicher Beifang an Langleinen und in Schleppnetzen im mittleren Wasserkörper auf. Es gibt keine Bestandsschätzung oder Trend, sodass die Einstufung eher das Fehlen einer bekannten Bedrohung als gemessene Stabilität widerspiegelt.
Wie unterscheidet er sich vom gewöhnlichen Zigarrenhai?
Der Großzahn-Zigarrenhai hat weniger, aber viel größere Unterkieferzähne, etwa 19 Reihen gegenüber 25 bis 31, in einem stärkeren Kiefer, und seine Rückenflossen sitzen weiter hinten. Vielen Exemplaren fehlt der scharfe dunkle Kragen, den der gewöhnliche Zigarrenhai um die Kehle trägt. Seine Bisswunden sind entsprechend tiefer und länglicher.
Quellen

Ein kleines Team, das sich auf die Erforschung von Haien konzentriert und die Meeresbiologie leicht verständlich macht. Jede Seite wird anhand aktueller Artendaten und der SharkSider-Angriffsdatenbank überprüft und aktualisiert, wenn neue Vorfälle oder Forschungsergebnisse erscheinen.
Veröffentlicht am 14. Oktober 2022 · Zuletzt aktualisiert am 22. September 2026 · Kein Vorfall in der wöchentlich aktualisierten SharkSider-Angriffsdatenbank ist dieser Art zugeordnet.






